Sie nannten mich schwach, weil ich eine Frau bin Doch ich hab mit Blut und Stahl bewiesen: Ich bin mehr als das Geschlecht Ich bin Schildmaid – geboren aus Eis und Wind Mein Haar ist geflochten, meine Axt ist mein Recht
Lagertha war mein Vorbild, Freydis mein Fluch Ich trage beide in mir – Licht und Verderben im Tuch Des Schicksals, das die Nornen für mich gewoben haben Kein Mann entscheidet über mich – ich steh über den Gaben
Ich bin die Wölfin, die nachts heult Ich bin der Sturm, der eure Schiffe zerschellt Unterschätzt mich – und ihr werdet sehn Wie eine Frau euch alle niedermäht
In der Schlacht bin ich ruhig, mein Geist ist klar Während Männer schreien und zittern – ich seh die Gefahr Und ich tanze um sie herum wie Schnee im Wind Meine Klinge singt Lieder – für jedes Kind
Das nie geboren wird, weil ich den Krieg gewählt hab Statt Herd und Heim und ein stilles Grab Ich will brennen, nicht verblassen Will sterben mit dem Schwert – nicht in den Gassen
Eines Tages werd ich fallen – das ist gewiss Doch mein Name wird bleiben – in jedem Kuss Den meine Töchter ihren Töchtern geben Und sagen: "Sie hat gelebt – wirklich gelebt"