Er sitzt am Fenster, zählt die Stunden, die Tage tropfen lautlos fort. Die Straßen draußen glänzen heller, doch wärmen sie ihn längst nicht mehr. Er sieht die Menschen schneller werden, erkennt kein einziges Gesicht. Alles scheint in Gold zu leuchten, nur seine Welt bleibt ohne Licht.
Die Stadt kennt meinen Namen nicht, sie läuft an mir vorbei. Ich trug sie einst auf meinen Schultern, jetzt bin ich nur noch Staub im Mai. Die Zukunft singt von neuen Zeiten, doch meine Stimme hört man nicht. Ein Leben lang die Welt getragen und jetzt brennt nur ein kaltes Licht.
Die Hände zittern, Münzen klingen, ein leiser Klang von altem Schmerz. Er fragt sich, wann wir vergessen haben, dass Wert nicht nur aus Zahlen wächst. In Hausfluren hallt seine Stille, während im Radio Träume schrein. Er hat gelernt, sich klein zu machen, damit er niemandem im Weg kann sein.
Die Stadt kennt meinen Namen nicht, sie läuft an mir vorbei. Ich trug sie einst auf meinen Schultern, jetzt bin ich nur noch Staub im Mai. Die Zukunft singt von neuen Zeiten, doch meine Stimme hört man nicht. Ein Leben lang die Welt getragen und jetzt brennt nur ein kaltes Licht.
Vielleicht sind wir zu schnell geworden, zu laut, zu jung, zu blind, zu frei. Vielleicht vergessen wir die Schatten, weil sie uns an die Wahrheit binden. Er bleibt zurück im leeren Flur, nur sein Atem erzählt die Zeit. Und irgendwo im Lärm der Stadt geht ein Stück Vergangenheit entzwei.
Die Stadt kennt meinen Namen nicht, doch ich erinnere mich. An all die Häuser meiner Hände, an jede Last, an jedes Licht. Wenn Fortschritt keine Herzen kennt, verliert die Welt ihr Gleichgewicht. Ein Leben lang die Welt getragen und jetzt bleibt nur ein stilles Licht.