Die Tage liegen schwer auf meinen Schultern.
Zu viel Lärm, zu viele Schatten,
zu viel, das bleibt,
obwohl ich es längst vergessen wollte.
Die Straßen erzählen Geschichten,
die ich nie hören wollte.
Und manchmal frage ich mich,
ob das alles jemals leichter wird.
Spoiler:
Wird es nicht.
Nicht von allein.

Und während die Welt weiterdrückt,
weiter atmet,
weiter fordert,
bleib ich stehen.
Kurz.
Nur kurz.

Doch dann kommt der Moment.
Der Beat.
Der Riss im Dunkeln.
Und ich weiß:
Ich muss tanzen.
Nicht, weil alles gut ist.
Sondern weil sonst nichts bleibt.
Weil jede Bewegung ein Nein ist
gegen das, was mich runterzieht.
Weil meine Füße wissen,
dass die Sonne nicht aufgeht –
ich mache sie selbst an.

Ich habe gelernt,
dass manche Nächte kein Ende kennen.
Dass Menschen verschwinden,
Gedanken bleiben
und Stille lauter sein kann
als jeder Schrei.
Ich habe gesehen,
wie Tage zerbrechen
und Hoffnungen sich im Staub verflüchtigen.
Und trotzdem stehe ich hier.
Mit all dem Gepäck,
das niemand sieht.

Ein Atemzug.
Ein Schlag.
Ein Wimpernschlag Hoffnung.
Mehr braucht es nicht.

Und wieder kommt der Moment.
Der Beat.
Der Riss im Dunkeln.
Und ich weiß:
Ich muss tanzen.
Weil Tanzen heißt: leben.
Weil jeder Schritt sagt:
Ich bin noch hier.
Weil ich mich bewege,
selbst wenn die Welt es nicht tut.
Ich mache mein eigenes Licht.
Mit jedem Schritt.
Mit jedem Atemzug.

Ich tanze nicht,
um zu vergessen.
Ich tanze,
um nicht zu zerbrechen.

Also tanze ich.
Gegen den Lärm.
Gegen die Schatten.
Gegen alles, was war.
Ich tanze,
bis meine Gedanken leiser werden
und mein Herz wieder lauter.
Ich tanze,
weil das Leben mich prüft
und ich zurückschlage –
im Takt.

Licht geht nicht auf.
Ich bewege mich hinein.