Wir standen zu lange still. Hinter Fenstern, hinter Zahlen, hinter Nachrichten, die uns müder machten als jede Nacht davor. Die Systeme ächzen, die Menschen auch. Nicht laut, nur hörbar für die, die zuhören. Ein dünnes Zittern in den Stimmen, ein tiefer Riss im Alltag, ein leiser Schwindel zwischen Arbeit und Erschöpfung. Wir tragen Spuren, die keiner sieht und Narben, die keiner benennt. Doch sie sind da, in jeder Bewegung, in jedem Atemzug, der ein bisschen schwerer fällt.
Wir atmen weiter auch wenn die Welt uns still vereint Wir tragen weiter was uns im Innern fast zerreißt Wir leben weiter in Zeiten, die kein Kompass kennt Doch irgendwo brennt noch ein Rest, der uns erkennt
Da draußen läuft alles wieder so tun sie zumindest doch unter den Oberflächen brennt ein Echo von Nächten ohne Schlaf von Tagen ohne Farben von Menschen, die keiner ersetzen kann. Die mentale Müdigkeit hängt wie Nebel über Städten, die wieder leuchten wollen doch das Licht flackert wenn keiner hinsieht. Wir funktionieren wieder aber das ist nicht dasselbe und wir wissen es auch wenn keiner darüber spricht.
Wir atmen weiter auch wenn die Welt uns still vereint Wir tragen weiter was uns im Innern fast zerreißt Wir leben weiter in Zeiten, die kein Kompass kennt Doch irgendwo brennt noch ein Rest, der uns erkennt
Vielleicht heilt die Zeit nur anders, als wir dachten nicht schnell, nicht sauber, nicht klar aber sie bewegt sich und wir mit ihr langsam, manchmal rückwärts doch nie ganz ohne Richtung.
Wir atmen weiter auch wenn die Welt uns still vereint Wir tragen weiter was uns im Innern fast zerreißt Wir leben weiter in Zeiten, die kein Kompass kennt Doch irgendwo brennt noch ein Rest, der uns erkennt